Zum Mord an Nagihan Akarsel durch den faschistischen NATO-Staat Türkei

Das faschistische AKP-MHP-Regime und die Kollabarateure der KDP haben Nagihan Akarsel, Herausgeberin der Zeitschrift für Jineolojî, in Suleymanî brutal ermordet. Wir verurteilen diesen abscheulichen Anschlag, der die Fortsetzung der Attentate vom Pariser Massaker bis hin zur Ermordung von Şükrü Serhat und Mehmet Zeki Çelebî darstellt.

Seit Tagen hallt die Parole „Jin Jiyan Azadi“ durch die ganze Welt. Mit der Kraft dieser 3 Worte sagt die ganze Welt Stopp zu männlicher Vorherrschaft und zu Unterdrückungsregimes.
Der faschistische türkische Staat und seine Kollaborateurin, die KDP, haben mit diesem Attentat in Suleymanî die Vorreiterinnen und Schöpferinnen der Parole „Jin, Jiyan, Azadi“, ins Visier genommen und insbesondere die ideologische Linie, die diesem Slogan zugrunde liegt. Sie zielten auf die Arbeit der Jineolojî ab, welche die Linie der Befreiung der Frau weltweit vertritt und eine Inspiration für alle kämpfenden Frauen und die gesamte Menschheit darstellt. Dieser Feminizid ist sowohl Teil des Vernichtungskonzepts gegen die Freiheitsbewegung der Kurden als auch ein Angriff auf die Universatlität der Frauenbefreiungslinie, den Befreiungskampf der kurdischen Frauen und die Jineolojî, die ein neues Lebensmodell aufzeigt.

WIR WERDEN UNSERE WUT UND UNSEREN WIDERSTAND DAUERHAFT AUFRECHTERHALTEN

Unsere Freundin Nagihan Akarsel, die den Frauen mit ihren Schriften und Gedanken die Türen zu einer neuen Welt öffnete, beschreibt den Feind in einem ihrer Artikel: „Er lässt nicht zu, dass sich dein Schmerz in Wut verwandelt, dass dein Schmerz in dir stattfindet. Er möchte, dass man die Rache nicht in das Universum der Bedeutung einordnet. Denn der Feind weiß, dass in dem Moment, in dem das stattfindet, die Wut in Rache umschlägt“.
Als kurdische Frauenbewegung in Europa versprechen wir, dass wir unsere Wut und unseren Widerstand in der Bedeutung, die Nagihan geschaffenen hat, lebendig halten und unseren Frauenbefreiungskampf in ihrem Andenken weiter ausbauen werden.

Als TJK-E schicken wir somit diesen Aufruf an alle Frauenorganisationen, kurdische Frauen und alle unsere Mitglieder in Europa, die die Jineolojî als „einen Fluss, der sein eigenes Bett findet“ betrachten und sich ihr als Formel für ein freies Leben verschrieben haben. Wir rufen dazu auf, die unbeugsamen Verteidiger*innen des Slogans „Jin, Jiyan, Azadi“ zu schützen und immer und überall Reaktionen mit Aktionen zu zeigen.

Europäischer kurdischer Frauenverband (TJK-E)